Kraftwerksentsander 2018-10-10T18:50:03+00:00

Kraftwerksentsander

Je nach Fallhöhe und dem damit verbundenen Wasserdruck ist die verbliebene, quantitative Korngösse für den Verschleiß entscheidend. Je weniger Schwebstoffe sich im Triebwasser befinden, desto geringer ist der Verschleiß an den Rohr- und Turbinenkomponenten. Damit erhöht sich die Lebensdauer und die Wirtschaftlichkeit. Man sollte auf keinen Fall, auch nicht beim Einsatz eines Coanda Rechens, auf einen Entsander verzichten, da dieser neben der Funktion der Zusatzreinigung auch noch das Wasser soweit beruhigt, dass der Wasserspiegel zur Steuerung der Turbine herangezogen werden kann. Der Wasserstand im Entsander wird mittels Drucksensor so abgetastet, dass die Kraftwerkssteuerung daraus das vorhandene Wasserdargebot und damit verbunden die Düsenregelung so ansteuert, dass die Turbine das zufließende Wasser zu jedem Zeitpunkt optimal verarbeitet. Eine weitere und meist unterschätzte Funktion des Entsanders ist ein auftretender Druckstoß, wie er beispielsweise bei einem NOT/ AUS der Turbine jederzeit passieren kann. Hier wirkt der Entsander mit seinen Be- und Entlüftungsventilen sowie bauartbedingt durch sein Volumen als Druckausgleichsbehälter. Durch diese Funktion beugt er einem Rohrbruch vor und baut den Druckstoß kontinuierlich ab.

Funktionsbeschreibung:

Der Anschlussflansch wird mit der Zuleitung vom Staubecken/Rechen verbunden. Das Wasser fließt in den Metallkorpus und trifft mit undefinierter Fließgeschwindigkeit auf die Lamellenpakete. Hier wird dem Wasser die kinetische Energie soweit entzogen, bis diese gegen Null geht. Durch die Umlenklamellen wird das Wasser soweit gebremst, dass sich die im Wasser enthaltenen Sedimente vor den Spülöffnungen absetzen. Genau definierte Prallwände verhindern einen Weitertransport der Sedimente. In regelmäßigen Abständen werden abwechselnd die Spülleitungen mittels elektrisch betriebenem Ventil geöffnet und die Sedimente geregelt abgeführt. Der Spülvorgang dabei ist derart kurz, dass die Turbine dabei unwesentlich an Leistung verliert und gegenüber herkömmlichen Entsandern in Betrieb bleibt. Das gereinigte Wasser verlässt über Kammer 2 den Entsander Richtung Druckrohr. Damit beim Eintritt in das Druckrohr keine Verwirbelungen und Lufteinschlüsse entstehen, ist ein Einlaufkonus am Entsanderende angebracht. Lufteinschlüsse könnten zu Kavitation und damit zur Zerstörung des Druckrohres führen und in jedem Fall die Leistung reduzieren.

Der Höhenstand im Entsander wird über einen Drucksensor und die mit dem Drucksensor verbundene Kraftwerkssteuerung so reguliert, dass sich der Wasserstand im Entsander im werkseits berechneten Arbeitsbereich bewegt. Damit wird als konstanter Parameter für die Steuerung der Turbine der Entsanderpegelstand herangezogen. Mehrere Be- und Entlüftungsventile an der Oberseite des Entsanders sorgen für eine sichere Betriebsweise. Für Inspektions- und Kontrollarbeiten wird in jedem Entsander ein versperrbarer Einstiegsdom eingebaut. Vor Rost wird die gesamte Außenhaut des Entsanders mit einer elastischen und speziell für den Einsatz unter der Erde ausgelegten Kunststofffarbe verwendet. Wir gewähren auf unseren Entsander 15 Jahre Rostgarantie, bei Abschluss eines Wartungsvertrages bis zu 30 Jahre. Jeder Entsander wird, wie bei uns üblich, mit ausführlicher Betriebsanleitung und Prüfbuch geliefert.

Vorteile:

  • Langlebig
  • Wirtschaftlich
  • In der Landschaft nicht sichtbar
  • Geringe Unterhaltskosten
  • Einfacher und rascher Einbau (im Regelfall 2 bis 3 Tage bis zur Inbetriebnahme)
  • Ökologisch wertvoll, da kein Schwallbetrieb beim Spülen
  • Keine Gefahr durch Ertrinken, da in Erde versenkt
  • Kraftwerksbetrieb auch bei Hochwasser
  • Kraftwerksbetrieb während des Spülvorgangs nicht unterbrochen
  • Durchgehender Dauerbetrieb ergibt höhere Wirtschaftlichkeit der Gesamtanlage